Seit dem 31.10.2025 gilt eine sogenannte "Aufstallpflicht". Diese wurde per Allgemeinverfügung durch die Region Hannover, Fachbereich Veterinärwesen, am 30.10.2025 herausgegeben.
Worum geht es?
Die Aviäre Influenza, genannt auch "Vogelgrippe" bereitet auf der ganzen Welt seit Jahren Probleme. Ursächlich wohl aus Asien stammend, grassiert das Virus mittlerweile in allen Teilen der Erde. Die Verbreitung erfolgt meistens durch Zugvögel wie Kraniche oder Wildgänse, die Träger des Virus sein können. Bei Kontakt zum Hausgeflügel kann es dann zu schwerwiegenden Krankheitsausbrüchen kommen. Besonders in Regionen, in denen viel Nutzgeflügel gehalten wird, kann es dann zu weiteren Ansteckungen von Betrieb zu Betrieb kommen. Die Schäden in 2025/Anfang 2026 gehen in die Millionen.
Sind unsere Tiere gefährdet?
Ja! Alle Geflügelarten sind gefährdet. Im Falle eines Ausbruchs würden alle Tiere getötet - die Geflügelpest wird gemäß der Verordnung staatlich bekämpft.
Was können wir tun?
Die Aufstallpflicht soll die Tiere vor einer Ansteckung schützen, in dem der Kontakt zu Wildvögeln verhindert wird. Wir müssen ganzjährig Biosichereitsmaßnahmen einhalten, allerdings sind wir in Zeiten vieler Geflügelpestfälle im Land besonders aufmerksam und vorsichtig.
Wann darf unser Geflügel wieder nach draußen?
Erst dann, wenn die Region Hannover die Stallpflicht aufgehoben hat. Das kann allerdings noch dauern, da das Friedrich-Löffler-Institut das Risiko einer Ansteckung noch als "hoch" einstuft.
Wie halten es die Tiere denn aus, wenn sie den ganzen Tag im Stall sein müssen?
Es ist nicht schön. Besonders die Hühner, die es gewohnt sind draußen zu sein tun sich damit natürlich schwer. Um es ihnen leichter zu machen, gibt es im Stall mehr wechselndes Beschäftigungsmaterial wie Futtermöhren, Picksteine, Getreidekörner im Scharrbereich usw.: Die Aufgabe ist: Fange ca. 10.000 Pickschläge pro Huhn und Tag ab, ohne dass sich die Hühner gegenseitig bepicken! Wir kriegen es hin, aber werden auch sehr froh sein, wenn sie wieder nach draußen dürfen.
Ist die Geflügelpest für Verbraucher gefährlich?
Konkrete Ansteckungen mit der Geflügelpest sind beim Menschen bisher sehr selten. Bricht die Pest aus, werden die Tiere schnell sehr krank. Daher ist es unwahrscheinlich, das Lebensmittel von kranken Tieren in den Handel gelangen. Spätestens nach dem Garen von Fleisch und Eiern wären eventuelle Krankheitserreger abgetötet.
Das liegt ja alles an der Massentierhaltung...
Nach aktuellem Stand der Wissenschaft ist die Geflügelpest ein Corona-Virus und stammt aus Asien. Verbreitet durch Zugvögel über die ganze Welt. Natürlich gibt es in Nutzgeflügelbeständen viele Fälle, wenn tausende Tiere in einem Stall sind und besonders, wenn dann noch viele Ställe dicht beieinander sind. Doch die Strukturen sind wie sie sind: Wir als kleiner Betrieb mit kleinen Herden sind sicherlich weniger gefährdet, nur können wir nicht alle ernähren und wir können natürlich auch nicht "billig" anbieten, wie es vielfach von den Verbrauchern verlangt wird.
